Keinen Fußbreit den Faschisten in Duisburg und anderswo!
Es ist beeindruckend und ermutigend, in kurzer Zeit haben sich über 100 Jugendverbände, Vereine, Gewerkschaften, Gewerkschaftsjugengruppen, antifaschistische Organisationen und Initiativen, Parteien, Schulen, Kirchengemeinden,Anwohnerinnen und Anwohner, Ärzte, Rechtsanwälte, ansässige Firmen und Geschäftsleute usw. über weltanschauliche, politische und religiöse Unterschiede hinweg zu einer breiten antifaschistischen Aktionseinheit in Duisburg zusammengeschlossen mit einem Ziel. Die von der ultrareaktionären Partei Pro NRW und der faschistischen NPD angekündigten Aufmärsche zur Moschee in Duisburg-Marxloh am 27. und 28. März zu verhindern und zu demonstrieren: In Marxloh und ganz Duisburg ist kein Platz für Rassisten, Faschisten und Hetze gegen andere Völker und Muslime.
Es ist eine ungeheure Provokation, in Marxloh, einem alten Arbeiterstadtteil aufmarschieren zu wollen, wo die Hitler-Faschisten mit bestialischem Terror vorgingen, der sich aber auch durch den Widerstand dagegen auszeichnete und sich 2005 erfolgreich einem Aufmarsch entgegenstellte. Gemeinsam sind letztes Jahr die 12.000 TKS Arbeiter viele rNationalitäten, egal welchen Glaubens, gegen die Abwälzung der Krisenlasten durch Thyssen auf die Straßegegangen und haben für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze gekämpft. Gemeinsam haben sie sich erfolgreich für die Übernahme aller Auszubildenden durchgesetzt. Nur Einheit macht stark.
Breit wird diskutiert, werden Schlüsse gezogen aus den Erfahrungen, dass dieser Staat faschistische Aufm ärsche schützt, während wie in Dresden der antifaschistische Widerstand kriminalisiert wurde (Sperrung der Web-Seite des Bündnisses durch das LKA, Beschlagnahmung von Plakaten, Verhaftungen), wegen Aufruf zu angeblich ungesetzlichen Blockaden. Das hat erst recht alle Antifaschisten und Verteidiger bürgerlich-demokratischer Rechte herausgefordert. "Dagegen helfe nur ziviler Ungehorsam" schlussfolgerte der Erfurter
Oberkirchenrat Peter Zimmermann (WAZ 08.03.10). Nun besucht die Polizei Duisburger Schulen. Nicht etwa um antifaschistische Aufklärung zu betreiben, sondern um die Jugendlichen einzuschüchtern. Wir lassen uns nicht einschüchtern! Die Jugend ist die aktivste Kraft im antifaschistischen
Kampf! Die Vertrauenskörperleitung von TKS hat einen Blockadepunkt an der B8 übernommen. Abgesehen davon, mussten in Köln alle Verfahren wegen den Blockaden 2008 eingestellt werden. In Dresden wurde der NPD-Aufmarsch nur durch die breite antifaschistische Aktionseinheit verhindert.
Ein breites Bündnis aller Antifaschisten auf
gleicher Augenhöhe
Eine der wichtigsten Lehren aus dem bittersten und dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte war: Den Thyssen, Krupp, Siemens, Bayer und Banken gelang die Errichtung einer faschistischen Diktatur nur deshalb, weil die Arbeiterbewegung gespalten war. Deshalb muss die antikommunistische Hetze ausgehend von der Bundesregierung, mit der demagogischen Formel Links = Rechts entschieden zurückgewiesen werden. Sie spaltet und zersetzt den gemeinsamen antifaschistischen Kampf. Der berühmte Schriftsteller Thomas Mann zog damals schon die Schlussfolgerung "Der Antikommunismus ist die größte Torheit des 20. Jahrhunderts!" - Es gibt keinen Grund sie im 21.Jahrhundert zu wiederholen.
- Am 27/28. März: Kein Fußbreit den Faschisten und Ultrarechten!
- Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda!
- Für eine breite antifaschistische Erziehung und Aufklärung der Jugend! Rebellion ist gerechtfertigt!
- Für die Verteidigung und Erweiterung der bürgerlich demokratischen Rechte und Freiheiten! Gegen die Faschisierung des Staatsapparates!
- Arbeiter gleich welcher Nationalität - eine Klasse, ein Gegner, ein Kampf!
- Wehret den Anfängen!
Informationen im Internet:
www.marxloherbuendnis.de
und
www.Duisburg-stellt-sich-quer.de
