Protest vor den Toren von Thyssen-Krupp-Stahl
Sehr viele Kollegen waren sich einig darüber, dass das kapitalistische System kaputt ist, wollten aber noch abwarten. Sie fanden den Sozialismus eine Alternative, hatten aber noch große Bedenken aufgrund der Erfahrungen in der ehemaligen DDR. Das lies sich in der Kürze der Zeit nicht klären. Ein Kollege, der die "Rote Fahne" kaufte, meinte: "Über das mit dem Kapitalismus muss man sich ganz anders mit den Kollegen unterhalten. Man muss über den Sozialismus diskutieren und sich darüber informieren."
Für viele war klar, dass richtig gekämpft werden muss. Sie erwarten aber, dass das die IG Metall organisiert. Einige Funktionäre verwiesen ganz eindringlich auf die Friedenspflicht. Mehrere Kollegen waren da aber ganz anderer Meinung: "Das wird auf jeden Fall ein Kampf werden müssen. Wir werden auf jeden Fall streiken müssen und das wird knallhart werden. Wenn man nichts macht, hat man schon verloren. Wir dürfen nicht reagieren, wir müssen handeln. Wir haben die Krise doch nicht zu verantworten."
Empört waren viel Kollegen über die Geldverschwendung: "Es ist ein Unding, wie alles auf uns abgewälzt wird, da werden Gelder verzockt, der Köhler von ThyssenKrupp soll 4 Millionen Euro bekommen. Das ist doch unglaublich."
Ein Kollege meinte spaßeshalber, dass die Qualifzierungsmaßnahmen bei ThyssenKrupp doch mal dafür verwendet werden sollten, das Besetzen von Toren zu beraten!
