Beeindruckende 1. Mai-Demonstration in Rotterdam
Ausgehend vom Rathaus zog die Demonstration durch die Innenstadt von Rotterdam, viel und interessiert beachtet durch die Menschenmengen in den Straßen, Cafes und Wohnvierteln. In ihrem Aufruf "Für Arbeit, für Frieden, für den echten Sozialismus" tritt die GML/Rode Morgen auch für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ein (auf niederländisch: "Voor een werkweek van 30 uur met behoud van het volle loon").
Mit Billigung der Rotterdamer Polizei griffen Angehörige der türkischen faschistischen Organisation "Graue Wölfe" die Demonstration an, was entschlossen zurückgewiesen wurde. Doch nahm die Polizei dies zum Vorwand, um die Abschlusskundgebung mit einem großen Polizeiaufgebot zu stören und gegen einzelne Teilnehmer mit offenem Schlagstockeinsatz vorzugehen. Angesichts des entschlossenen Widerstand aller Teilnehmer, die den sofortigen Rückzug aller Polizeikräfte forderten, zog sich die Polizei zurück, ein wichtiger Erfolg und eine praktische Verwirklichung der Losung "Solidarität im Kampf".
Als lebendigem Ausdruck des proletarischen Internationalismus nahm auch eine Delegation der MLPD aus Duisburg und Essen teil.
