172. Montagsdemo vom 3. 12. 2007

Wir dokumentieren den Bericht der Montagsdemo Thema der Woche: Kinderarmut

Woher kommt die Kinderarmut?

Seit der Einführung von Hartz IV hat sich die Anzahl der armen Kinder auf 2,5 Millionen erhöht, so der offizielle Bericht des Kinderhilfswerks (Kinderreport 2007). Laut Rainer Roth soll diese Anzahl sogar 3,2 Millionen betragen. Die Zahl der Migrantenkinder, die unterhalb der Armutsgrenze leben, ist dabei noch dreimal höher. Jedes 4. Kind in Deutschland ist hiervon betroffen.

 

Arme Kinder leben häufig in zerrütteten Familien, zerrüttet sind sie, weil das Geld an allen Ecken und Kanten fehlt. Die Kinder sind unterernährt, leiden an Mangelerscheinungen, da sie wenig Obst oder Gemüse essen. Sie sind dick, da sie sich von Chips und Pommes ernähren. Sie werden von der Gesellschaft isoliert („öffentlicher Achtungsentzug“). Die Bildungschancen sind geringer. Hier steht Deutschland in Europa weit hinten! Im Berufsleben sind sie unterqualifiziert. Arme Kinder leiden häufig an Verhaltensauffälligkeiten. Die ARGE zahlt zwar das Schulbuchgeld (50 %), dieses muss aber im Folgejahr wieder von den Ärmsten der Ärmsten zurückgezahlt werden. Von der Gesellschaft werden die Kinder stigmatisiert. Sie sind oder werden kriminell und ergeben sich in Alkohol und Drogen (so die Äußerungen des Herrn Metzler von den Grünen). Was hat dieser Mensch in dieser Partei verloren?

 

Kinder leben in Armut, damit die Löhne gesenkt werden. Die Eltern sind arm, auch wenn sie arbeiten. Was früher die Familien waren, sind heute die Bedarfsgemeinschaften. Tun sich heute zwei Menschen zusammen, bilden sie eine Bedarfsgemeinschaft. Der Höherverdienende muss den Finanziell Schwachen entlasten und sinkt somit auch auf Sozialniveau herab.

 

Die Jugendämter kapitulieren, wenn Fälle wie in Schwerin oder in Marxloh publik werden, wo Kinder verhungert sind oder misshandelt werden. Gut das sind Einzelfälle. Auch die Sozialämter sind überlastet, verfügt über zu wenig Kapazitäten. Statt ausgebildete Diplom-Soziologen, sitzen dort nur Hilfskräfte.

 Warum wird Kindergeld bei Arbeitslosigkeit nicht gezahlt?


Woher kommt die Kinderarmut?

 

Seit Mitte der 90er Jahre wird die Kinderarmut immer mehr zum Problem. Die Armut ist politisch gemacht und gewollt (siehe Hartz IV-Gesetzgebung). Schuld daran sind die hohe Arbeitslosigkeit, die zu niedrigen Löhne. Elternarmut ist immer gleichbedeutend mit Kinderarmut. Immer mehr werden öffentliche Leistungen und Einrichtungen geschlossen, insbesondere in den Kommunen (Kinderhorte, Bibliotheken, Schwimmbäder). So sollen die Einrichtungen am Toeppersee geschlossen werden. Hier findet jedoch am 16. Dezember 2007 ein Volksentscheid statt.

 

Was tun gegen Kinderarmut?

Die Kindergeldanrechnung sollte aufgehoben werden, Hartz IV sollte nachgebessert werden. 208 € pro Kind sind zuwenig. Warum erhalten auch Millionäre Kindergeld? Unsere Forderung:

 

Kindergeld anrechnungsfrei – alles andere ist Heuchelei !

 

Kinder sollten den Vorrang vor den Eltern erhalten. Die Duisburger Montagsdemonstranten fordern den DU-Pass, damit arme Kinder mit ihren Eltern für einen Betrag von 10 € mit Bus und Bahn durch Duisburg fahren können, für 1 € in den Zoo kommen, eine Hafenrundfahrt machen können oder einfach mal ins Museum gehen können. Die Montagsdemo berichtet jeden Montag um 18 Uhr am Livesafer, bzw. in der Vorweihnachtszeit am Averdunk-Zentrum, von den sozialen Brennpunkten in Deutschland und in der Stadt. Wir von der Montagsdemo sind der Meinung, dass die Politiker ihren Auftrag nicht mehr wahrnehmen. Sie entscheiden sich gegen das Volk und für das Kapital. Sie sind nur noch an Diätenerhöhungen interessiert, haben zahlreiche Jobs in Unternehmungen, sind korrupt. Vor den nächsten Wahlen versprechen sie das Blaue am Himmel, nach den Wahlen wird’s umso schlimmer.

 

Kein Wunder, dass die Deutschen aussterben!

 

 

Der Wochenrückblick:

 

In dieser Woche blickten wir um 20 Jahre zurück, als der Kampf um die Schließung des Stahlwerks in Rheinhausen entbrannte und die heutige Brücke der Solidarität von den Stahlkochern besetzt wurde.

 

Treffen

 

Am Donnerstag, den 12. 12. 2007 diskutieren wir auf der Johanniterstrasse im EhE-Treff über die Zwangsverrentung

Am Dienstag, den 18. 12. 2007, um 19 Uhr 45, geht es im DGB-Haus wieder um den DU-Pass.

Am Sonntag, den 16. 12. 2007: Volksentscheid - Toeppersee

Artikelaktionen
Termine in Nordrhein-Westfalen
Dortmund: Studiengruppe zum Buch "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution" (nicht nur für Einsteiger).
20.05.2012 11:00 - 13:00 Uhr
Ort: Dortmund: Union Gewerbehof, Huckarder Straße 10.
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Bergkamen: "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution",
20.05.2012 11:00 - 13:00 Uhr
Ort: Bergkamen: BergAuf-Treff, Jahnstr. 93
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Wuppertal: Die Palästinensische Gemeinde Wuppertal e.V. lädt zur Veranstaltung "Solidarität mit Palästina"
20.05.2012 15:00 - 17:00 Uhr
Ort: Wuppertal: Alte Feuerwache, Gathe 6
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Bochum: "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution",
22.05.2012 19:15 - 21:15 Uhr
Ort: Bochum: Bahnhof Langendreer, Raum 4.
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Münster: Initiativgruppe.
22.05.2012 20:15 - 22:15 Uhr
Ort: Münster: CUBA, Achtermannstraße 10–12.
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Hattingen: "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution".
30.05.2012 18:30 - 20:30 Uhr
Ort: Hattingen: Bürgertreff Blankenstein, Marktplatz 4
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Recklinghausen: "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution".
06.06.2012 18:30 - 20:00 Uhr
Ort: Herten: Siebenbürgerhaus, Hermannstädter Platz 2-4.
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Münster: "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution".
12.06.2012 20:15 - 22:15 Uhr
Ort: Münster: Cuba, Achtermannstraße 10-12.
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