Unterschriften-Aktion gegen Kohlenmonoxid-Pipeline
Der Leverkusener BAYER-Konzern will hochgiftiges Kohlenmonoxid von seinem Dormagener Werk zum Standort Krefeld leiten. Die geplante Pipeline ist ca. 67 Kilometer lang. Sie führt durch die Städte Monheim, Langenfeld, Solingen, Hilden, Erkrath, Düsseldorf, Ratingen und Duisburg. Die Pipeline kreuzt den Rhein zwei Mal. Bei einem Leck unterhalb eines Vollbruches der Pipeline sieht das Notfallszenario keine Sperrung vor. Kohlenmonoxid würde in einem solchen Fall über einen Zeitraum von mindestens zwölf Stunden unkontrolliert austreten. Kohlenmonoxid ist farb- und geruchslos und nahezu gleich schwer wie Luft. Es bildet mit Luft ein leicht entzündliches Gemisch. Daher wurde es bislang nicht transportiert, sondern dort hergestellt, wo es gebraucht wird. Bei einem Unfall wäre die Rettung der Bevölkerung nur sehr schwer möglich. Die Feuerwehren im Kreis Mettmann wären bei einem Bruch der Kohlenmonoxid-Leitung der Bayer AG weder technisch noch personell gerüstet. Dies geht aus einer Stellungnahme des Umweltamtes der Kreisverwaltung hervor, in der es weiter heißt: "Der Firma Bayer geht es nur um die größtmögliche Versorgungssicherheit ihrer Werksanlagen in Krefeld-Uerdingen. Die Sicherheit der Bevölkerung im Umfeld der CO-Leitung soll dahinter zurückstehen."
