Stahlarbeiterprotest gegen "Kriegserklärung" des ThyssenKrupp-Vorstands
Die Branchenzeitung von Kollegen für Kollegen, "Der Stahlkocher"
hatte am Mittwoch zur breiten Teilnahme aufgerufen. Bei HSP war die
Mittagsschicht sogar in einen Solidaritätsstreik getreten. Sie hatten
ein Transparent mit der Aufschrift "Alle Stahlarbeiter gemeinsam: Konzerne und Banken sollen die Krise bezahlen" dabei. In einer Erklärung betonten sie:
"Wir haben das gemacht, weil euer Kampf auch unser Kampf ist und - weil
wir zeigen wollen, dass man mehr als drei Kollegen unter einen Hut
bekommt." 
Die Stimmung unter den Kollegen war gespannt, zum Teil auch verhalten und etwas ratlos, was zu tun ist. Die meisten Kollegen stimmten jedoch zu, dass der Vorstandsplan eine "Kriegserklärung" ist und alle Stahlarbeiter betrifft. Der Vorstandsvertreter von ThyssenKrupp, Dr. Köhler, wurde während seiner Rede gnadenlos ausgepfiffen.
Von der MLPD wurde ein Infostand mit offenem Mikrofon durchgeführt, es wurden Unterschriften für die Wahlzulassung gesammelt und Broschüren gegen Spende verteilt. Transparente und Parteifahnen waren ebenfalls gut zu sehen. Mit dabei auch die Duisburger Rotfüchse mit einem Transparent "Wir kämpfen für unsere Zukunft". Als am Schluss der Kundgebung Rebellen und Rotfüchse mit ihren Transparenten noch auf die Bühne gingen, erhielten sie dafür mit am meisten Beifall.
