Schließung der Zeche Walsum
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands
Kreisverband Duisburg – Niederrhein
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Duisburg, 26.06.08
An die Duisburger Presse mit der Bitte um Veröffentlichung
Presse-Erklärung der MLPD Duisburg-Niederrhein anlässlich der Schließung der Zeche Walsum zum 30.6.08
Zum 30.6. geht mit der Stilllegung der Zeche Walsum entsprechend den Plänen der RAG die 150 jährige Bergbaugeschichte in Duisburg zu Ende. Mindestens 3500 Arbeitsplätze sowie 400 qualifizierte Ausbildungsplätze werden hier durch die RAG aus Profitgründen vernichtet, hinzu kommen viele weitere Arbeitsplätze im Umfeld der Zeche.
Systematisch wurde in den letzten Jahren von Landesregierung und RAG versucht, Anwohner und Bergleute gegeneinander auszuspielen, indem die Bergleute für die Bergschäden verantwortlich gemacht wurden. Ursache jedoch ist der unverantwortliche Bruchbau, den die RAG allein aus Profitgründen betreibt.
Eine Täuschung der Öffentlichkeit ist es auch, die Stilllegung der Zechen als Beitrag zum Umweltschutz darzustellen.
Dazu Jürgen Blumer, Kreisvorsitzender der MLPD: „Tatsächlich muss die Verbrennung fossiler Energieträger in den nächsten zwei Jahrzehnten drastisch gesenkt werde, um die drohende Umweltkatastrophe zu verhindern. Genau dies geschieht mit dem Neubau des Kohlekraftwerks in Walsum gerade nicht. Steinkohle ist ohnehin viel zu schade zum Verbrennen. Es gibt technische Möglichkeiten für eine alternative Energieerzeugung ohne fossile Brennstoffe und für die Kohle eröffnen sich Perspektiven als Rohstoff der Zukunft.
Die MLPD fordert deshalb die Aufrechterhaltung des Zugangs zu den Lagerstätten im Interesse künftiger Generationen. Sie fordert weiter die Schaffung gleichwertiger Ersatzarbeitsplätze für die Bergbaubeschäftigten und den Erhalt bzw. die Wiederaufnahme der Erstausbildung auf Kosten der Profite der RAG/Evonik. Im Interesse der Zukunft der Arbeitsplätze und des Wohnens und Lebens in einer gesunden Umwelt tritt sie für den echten Sozialismus als grundlegende Alternative zum kapitalistischen Profitsystem ein.
