Jubiläumsveranstaltung zu "25 Jahre MLPD"
Große rote Luftballons mit der Aufschrift MLPD wehen im Wind über dem Eingangsbereich. Vor den breiten Stufen zum Eingang der Halle wurden die Besucher, die immer zahlreicher eintreffen, schon ab 9 Uhr von den Musikgruppen Pepperoni aus Hamburg und Auftakt aus Esslingen/Stuttgart mit schwungvollen Liedern und Musik begrüßt. "Das wunderbare Wetter passt genau zur Feier unserer Parteigründung", meinte ein Besucherin, die sich erst mal am Infostand über das ganze Programm und die Örtlichkeiten informieren will.
Im Foyer sind viele Ausstellungen, die den Besuchern ein lebendiges
Bild der Kleinarbeit der MLPD vergegenwärtigen. Sie wurden von
Abteilungen des Zentralkomitees zusammen mit Kreisverbänden der MLPD
mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail erstellt.
Über dem Eingang zur gegenüberliegenden Walter-Rathenau-Schule prangt ein blaues Transparent mit der Aufschrift "Herzlich Willkommen."
Im Hof riecht es schon nach Bratwürsten und Schwenkerbraten. Lautstark
werden original-schwäbische Maultaschen angepriesen. Die Bierbänke
beginnen sich auch allmählich zu füllen und der Getränkewagen wird
schon stark umlagert. Und natürlich darf auch ein Dönerstand nicht
fehlen, den Genossen aus Essen zusammen mit türkischen Genossen
bedienen. Leckerer Kuchen, von vielen Teilnehmern gespendet, wartet
schon auf den Verzehr zum Nachmittagskaffee.
In den anliegenden Schulräumen beginnen jetzt die ersten vier von insgesamt 12 Diskussionsrunden über verschieden Seiten der Parteiarbeit der MLPD. Im Kino am Eingang des Schulgebäudes startet die Premiere des Films "25 Jahre MLPD". Vor der Rhein-Ruhr-Halle beginnt das große Kinderprogramm. Gleich fängt die Rallye an, die der Jugendverband REBELL zusammen mit der Kinderorganisation ROTFÜCHSE organisiert. Eine Hüpfburg wird schon von den jüngsten Besuchern in Beschlag genommen.
Zwischen 13 und 18.20 Uhr besteht die Möglichkeit mit Vertretern von marxistisch-leninistischen Parteien und Organisationen aus 33 Ländern persönlich zu sprechen. Die Ladenkette people to people bietet im Eingangsfoyer Bücher, darunter das gesamte Literaturangebot der MLPD, an. Kunsthandwerk aus fünf Regionen in Lateinamerika, Afrika und Asien kann angesehen und gekauft werden.
Alles in allem ein stimmungsvoller Auftakt. Es ist reichlich viel geboten. Viele der schon Anwesenden erklärten, dass sie sich auf jeden Fall vorgenommen haben, sich an der um 16.30 Uhr beginnenden einstündigen Diskussionsrunde mit Vertretern des Zentralkomitees der MLPD zu beteiligen.
04.08.07 - 19.00 Uhr: Pünktlich um 18.30 Uhr beginnt das Abendprogramm
und immer mehr Besucher strömen in die Duisburger Rhein-Ruhr-Halle. Im
Foyer sind viele Ausstellungen, die den Besuchern ein lebendiges Bild
der Kleinarbeit der MLPD vergegenwärtigen. Zahlreiche Besucher
haben sich im Hof der gegenüberliegenden Walter-Rathenau-Schule an den
Essensständen für die Abendveranstaltung gestärkt. Es herrscht eine
große Aufbruchstimmung, man sieht viele neue Gesichter und
trifft auch alte Bekannte, die sich vor Jahren einmal aus der aktiven
Arbeit zurückgezogen hatten und nun wieder Interesse zeigen. Am
Infostand der "Roten Fahne" erklärte ein Kollege aus Berlin, dass er
sich in den letzten zwei Tagen entschlossen hat, jetzt Mitglied der MLPD zu werden. Er wird kein Einzelfall bleiben.
An den 12 Gesprächsrunden am Nachmittag beteiligten sich insgesamt über 1000 Personen. So waren bei der Gesprächsrunde zum proletarischen Internationalismus
der MLPD ca. 80 Teilnehmer aus mindestens 13 Nationen. Eine lebhafte
Diskussion entzündete sich an einer Feststellung im Einleitungsbeitrag,
der von Roland Meister, Internationalismusbeauftragter der MLPD,
gehalten wurde. Dort wurde ausgeführt, dass die MLPD nicht für so
genannte „Integration“ eintritt. Wir treten selbstverständlich für eine
feste Einbeziehung in den Kampf und den proletarischen Klassenkampf
ein. Die bürgerliche Integrationspolitik ist aber nichts als eine
Unterordnung. Anschaulich berichtete ein junger Teilnehmer aus Hamburg:
„Ich bin hier mit meiner Freundin, die aus Kurdistan stammt.Wir
kämpfen in unserer Beziehung darum, dass wir unsere so verschiedene
Geschichte und Kultur bewahren, gleichberechtigt miteienander umgehen
und keiner versucht, den anderen seinem Leben unterzuordnen“.
Bei der Gesprächsrunde zur marxistisch-leninistischen Jugendarbeit
waren etwa 100 Teilnahmer, darunter auch einige internationale Gäste.
Neben anderen Fragen wurde in mehreren Beiträgen deutlich, dass es auch
in der Frage der Umgangssprache notwendig ist, den Kindern und
Jugendlichen jede erdenkliche Hilfestellung zu geben, damit sie mit der
kleinbürgerlichen Denkweise fertig werden können, die in bestimmten
massenfeindlichen und herabwürdigenden Redensarten und Begriffen zum
Ausdruck kommt.
Angesichts der über 100 Teilnehmer an der Gesprächsrunde zur Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit der MLPD
platzte das Klassenzimmer, in dem die Gesprächsrunde stattfand, aus
allen Nähten.Nach dem Einleitungsreferat von Reinhard Funk vom
Zentralkomitee der MLPD beteiligten sich 13 Kollegen an der Diskussion.
Es herrschte ein sehr großer Gesprächsbedarf, etliche kamen aufgrund
der knappen Zeit nicht mehr zu Wort. Anschaulich wurde anhand der
politischen Entlassungen bei Porsche und der WAZ berichtet, wie die
Belegschaften mit Hilfe der MLPD mit solchen Herausforderungen fertig
werden. Die Kleinarbeit der MLPD zielt darauf ab, dass die
Arbeiterklasse lernt, sich selbst zu befreien.
Rund 70 Besucher, darunter 8 internationale Gäste, kamen zur Gesprächsrunde über die Rote Fahne.
Im Zentrum der lebendigen, offenen und auch kontroversen Diskussion
stand die Frage, wie die Rote Fahne ihre Leser noch besser mit
überzeugenden Argumenten gegen den Antikommun ismus und für den echten
Sozialismus ausrichten kann. Mit Recht wurden mehr tiefgehende Artikel
dazu gefordert und kritisiert, dass in der Roten Fahne teilweise
komplizierten Fragen ausgewichen wird oder ein bevormundender Stil
auftritt. Die Rote Fahne muss mit ihrem gesamten Stil überzeugen.
Mehrere Hundert Teilnehmer waren bei der Vorstellung von Repräsentanten des Zentralkomitees dabei und stellten ihnen die unterschiedlichsten Fragen:
Zur
Frauenförderung der MLPD, was passiert, wenn ein Parteimitglied anderer
Meinung ist, als das Zentralkomitee oder zum Verhältnis von Ökologie
und Sozialismus, auch die MLPD so spät zu ERA Stellung genommen hat.
Alle Fragen wurden offen und freimütig beantwortet, leider fehlte die
Zeit, alles noch gründlicher zu behandeln, aber es ist ein Ansporn,
dass sich Vertreter der MLPD noch häufiger und direkter dem großen
Interesse und den vielen Fragen stellen.
Mit Spannung wird nun die Jubiläumsrede
des Zentralkomitees erwartet, die Revue, der Beitrag des Jugendverbands
REBELLund natürlich wird zum krönenden Abschluss der begeisternden
Feier kräftig das Tanzbein geschwungen werden.
(aus www.rf-news.de)
