Jubiläumsveranstaltung zu "25 Jahre MLPD"

04.08.07 - 14.00 Uhr: Ein farbenfrohes Bild bietet die Rhein-Ruhr-Halle an der Walter-Rathenau-Straße in Duisburg-Hamborn, wo soeben, eröffnet durch eine Trommelgruppe, das Nachmittagsprogramm der Geburtstagsfeier zum 25-jährigen Bestehen der MLPD beginnt.
Jubiläumsveranstaltung zu "25 Jahre MLPD"

Blick auf die Rhein-Ruhr Halle

Große rote Luftballons mit der Aufschrift MLPD wehen im Wind über dem Eingangsbereich. Vor den breiten Stufen zum Eingang der Halle wurden die Besucher, die immer zahlreicher eintreffen, schon ab 9 Uhr von den Musikgruppen Pepperoni aus Hamburg und Auftakt aus Esslingen/Stuttgart mit schwungvollen Liedern und Musik begrüßt. "Das wunderbare Wetter passt genau zur Feier unserer Parteigründung", meinte ein Besucherin, die sich erst mal am Infostand über das ganze Programm und die Örtlichkeiten informieren will.

Im Foyer sind viele Ausstellungen, die den Besuchern ein lebendiges Bild der Kleinarbeit der MLPD vergegenwärtigen. Sie wurden von Abteilungen des Zentralkomitees zusammen mit Kreisverbänden der MLPD mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail erstellt.
Über dem Eingang zur gegenüberliegenden Walter-Rathenau-Schule prangt ein blaues Transparent mit der Aufschrift "Herzlich Willkommen." Im Hof riecht es schon nach Bratwürsten und Schwenkerbraten. Lautstark werden original-schwäbische  Maultaschen angepriesen. Die Bierbänke beginnen sich auch allmählich zu füllen und der Getränkewagen wird schon stark umlagert. Und natürlich darf auch ein Dönerstand nicht fehlen, den Genossen aus Essen zusammen mit türkischen Genossen bedienen.  Leckerer Kuchen, von vielen Teilnehmern gespendet, wartet schon auf den Verzehr zum Nachmittagskaffee. 

In den anliegenden Schulräumen beginnen jetzt die ersten vier von insgesamt 12 Diskussionsrunden über verschieden Seiten der Parteiarbeit der MLPD. Im Kino am Eingang des Schulgebäudes startet die Premiere des Films "25 Jahre MLPD". Vor der Rhein-Ruhr-Halle beginnt das große Kinderprogramm. Gleich fängt die Rallye an, die der Jugendverband REBELL zusammen mit der Kinderorganisation ROTFÜCHSE organisiert. Eine Hüpfburg wird schon von den jüngsten Besuchern in Beschlag genommen.

Zwischen 13 und 18.20 Uhr besteht die Möglichkeit mit Vertretern von marxistisch-leninistischen Parteien und Organisationen aus 33 Ländern persönlich zu sprechen. Die Ladenkette people to people bietet im Eingangsfoyer Bücher, darunter das gesamte Literaturangebot der MLPD, an. Kunsthandwerk aus fünf Regionen in Lateinamerika, Afrika und Asien kann angesehen und gekauft werden. 

Alles in allem ein stimmungsvoller Auftakt. Es ist reichlich viel geboten. Viele der schon Anwesenden erklärten, dass sie sich auf jeden Fall vorgenommen haben, sich an der um 16.30 Uhr beginnenden einstündigen Diskussionsrunde mit Vertretern des Zentralkomitees der MLPD zu beteiligen.

04.08.07 - 19.00 Uhr: Pünktlich um 18.30 Uhr beginnt das Abendprogramm und immer mehr Besucher strömen in die Duisburger Rhein-Ruhr-Halle. Im Foyer sind viele Ausstellungen, die den Besuchern ein lebendiges Bild der Kleinarbeit der MLPD vergegenwärtigen. Zahlreiche Besucher haben sich im Hof der gegenüberliegenden Walter-Rathenau-Schule an den Essensständen für die Abendveranstaltung gestärkt. Es herrscht eine große Aufbruchstimmung, man sieht viele neue Gesichter und trifft auch alte Bekannte, die sich vor Jahren einmal aus der aktiven Arbeit zurückgezogen hatten und nun wieder Interesse zeigen. Am Infostand der "Roten Fahne" erklärte ein Kollege aus Berlin, dass er sich in den letzten zwei Tagen entschlossen hat, jetzt Mitglied der MLPD zu werden. Er wird kein Einzelfall bleiben.

An den 12 Gesprächsrunden am Nachmittag beteiligten sich insgesamt über 1000 Personen. So waren bei der Gesprächsrunde zum proletarischen Internationalismus der MLPD ca. 80 Teilnehmer aus mindestens 13 Nationen. Eine lebhafte Diskussion entzündete sich an einer Feststellung im Einleitungsbeitrag, der von Roland Meister, Internationalismusbeauftragter der MLPD, gehalten wurde. Dort wurde ausgeführt, dass die MLPD nicht für so genannte „Integration“ eintritt. Wir treten selbstverständlich für eine feste Einbeziehung in den Kampf und den proletarischen Klassenkampf ein. Die bürgerliche Integrationspolitik ist aber nichts als eine Unterordnung. Anschaulich berichtete ein junger Teilnehmer aus Hamburg: „Ich bin hier mit meiner Freundin, die aus Kurdistan stammt.Wir kämpfen in unserer Beziehung darum, dass wir unsere so verschiedene Geschichte und Kultur bewahren, gleichberechtigt miteienander umgehen und keiner versucht, den anderen seinem Leben unterzuordnen“.

Bei der Gesprächsrunde zur marxistisch-leninistischen Jugendarbeit waren etwa 100 Teilnahmer, darunter auch einige internationale Gäste. Neben anderen Fragen wurde in mehreren Beiträgen deutlich, dass es auch in der Frage der Umgangssprache notwendig ist, den Kindern und Jugendlichen jede erdenkliche Hilfestellung zu geben, damit sie mit der kleinbürgerlichen Denkweise fertig werden können, die in bestimmten massenfeindlichen und herabwürdigenden Redensarten und Begriffen zum Ausdruck kommt.

Angesichts der über 100 Teilnehmer an der Gesprächsrunde zur Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit der MLPD platzte das Klassenzimmer, in dem die Gesprächsrunde stattfand, aus allen Nähten.Nach dem Einleitungsreferat von Reinhard Funk vom Zentralkomitee der MLPD beteiligten sich 13 Kollegen an der Diskussion. Es herrschte ein sehr großer Gesprächsbedarf, etliche kamen aufgrund der knappen Zeit nicht mehr zu Wort. Anschaulich wurde anhand der politischen Entlassungen bei Porsche und der WAZ berichtet, wie die Belegschaften mit Hilfe der MLPD mit solchen Herausforderungen fertig werden. Die Kleinarbeit der MLPD zielt darauf ab, dass die Arbeiterklasse lernt, sich selbst zu befreien.

Rund 70 Besucher, darunter 8 internationale Gäste, kamen zur Gesprächsrunde über die Rote Fahne. Im Zentrum der lebendigen, offenen und auch kontroversen Diskussion stand die Frage, wie die Rote Fahne ihre Leser noch besser mit überzeugenden Argumenten gegen den Antikommun ismus und für den echten Sozialismus ausrichten kann. Mit Recht wurden mehr tiefgehende Artikel dazu gefordert und kritisiert, dass in der Roten Fahne teilweise komplizierten Fragen ausgewichen wird oder ein bevormundender Stil auftritt. Die Rote Fahne muss mit ihrem gesamten Stil überzeugen.

Mehrere Hundert Teilnehmer waren bei der Vorstellung von Repräsentanten des Zentralkomitees dabei und stellten ihnen die unterschiedlichsten Fragen:
Zur Frauenförderung der MLPD, was passiert, wenn ein Parteimitglied anderer Meinung ist, als das Zentralkomitee oder zum Verhältnis von Ökologie und Sozialismus, auch die MLPD so spät zu ERA Stellung genommen hat. Alle Fragen wurden offen und freimütig beantwortet, leider fehlte die Zeit, alles noch gründlicher zu behandeln, aber es ist ein Ansporn, dass sich Vertreter der MLPD noch häufiger und direkter dem großen Interesse und den vielen Fragen stellen.

Mit Spannung wird nun die Jubiläumsrede des Zentralkomitees erwartet, die Revue, der Beitrag des Jugendverbands REBELLund natürlich wird zum krönenden Abschluss der begeisternden Feier kräftig das Tanzbein geschwungen werden.

(aus www.rf-news.de)


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Dortmund: Studiengruppe zum Buch "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution" (nicht nur für Einsteiger).
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